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Zwischen Reform und gesellschaftlicher Realität
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WS 4 | Steuerung der ambulanten und stationären Hilfe zur Pflege




Referenten: Carolin Herrmann | Dagmar Vogt-Janssen | Anna-Maria Friedrich
Moderation: Elisabeth Daniel

Seinerzeit wurde durch die Einführung der Pflegeversicherung die Rolle der Kommunen in der Pflegepolitik geschwächt. Pflege als kommunales und finanzpolitisches Politikfeld gewinnt jedoch durch die Deckelung von Leistungen nach SGB XI, steigende professionelle Pflegebedarfe und tendenziell sinkende Alterseinkommen und -vermögen wieder an Bedeutung.

Die „Hilfe zur Pflege“ ist einer der größten Haushaltspositionen im Sozialbudget der Kommunen. Gleichzeitig ist diese Position durch eine hohe Wachstumsrate in Folge des demographischen Wandels gekennzeichnet.

Wie gelingt vor diesem Hintergrund die Steuerung der Leistungen? Diese und weitere Fragen werden die drei Referentinnen in Workshop 4 aufgreifen.


Carolin Herrmann ist Gründerin von Schnittpunkt/Alter, das seine Beratungsleistung speziell auf die fruchtbare Vernetzung aller Akteursgruppen rund um „Alter und Pflege“ fokussiert. Frau Herrmann stützt sich dabei auf 24 Jahre Erfahrung bei der Stadt Köln in verantwortlicher Leitungsposition zur Gestaltung dieses Handlungsfeldes. Als Schnittpunkt/Alter berät sie Kommunen, Unternehmen der Sozialwirtschaft und arbeitet in Forschungsprojekten. Maxime ihrer Tätigkeit ist die Kombination von Arbeitsansätzen in der Verwaltung, mit Unternehmen und anderen Akteuren im „Sozialraum“ sowie die Stärkung der älteren Menschen. Ziel ist dabei immer, einen passgenaue und qualitätsvolle Versorgung zu gewährleisten und Teilhabe von Zivilgesellschaft und älteren Menschen zu fördern. Im Schnittpunkt stehen für sie: Infrastrukturnetzwerke, integrierte Lösungen und die Gewinnung von finanziellen und konzeptionellen Handlungsspielräumen durch strategische Ansätze.

Beim Kongress wird Carolin Herrmann die Schlüsselfaktoren darlegen, mit denen strategische Planung und Fallmanagement im Sozialamt zu einer wirkmächtigen Strategie der Senioren- und Pflegepolitik weiterentwickelt werden können.

Ausgangspunkt ist, dass sie die freiwilligen Mittel für Seniorenarbeit und die gesetzlichen Leistungen der Hilfe zur Pflege /SGB XII als strategische Einheit betrachtet und die Steuerungsmöglichkeiten aufzeigt. Die entscheidende Steuergröße ist dabei die Quote „Ambulante Versorgung zu stationärer Versorgung“.


Anna-Maria Friedrich, zuständig für die Fachplanung für Senioren und behinderte Menschen in der Stadt Köln, wird die Versorgungslandschaft in Köln beleuchten und dabei auf besondere Programme und Ansätze im Bereich der Hilfe zur Pflege eingehen. Eine kurze Vita von Frau Friedrich findet sich unter „Materialien“.


Dagmar Vogt-Janssen ist Leiterin des Kommunalen Seniorenservice der Landeshauptstadt Hannover. In ihrem Vortrag wird sie auf die Infrastruktur- und Versorgungsstrukturentwicklung eingehen, vor dem Hintergrund des Zieles, dass Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause verbleiben können.




Bildquelle: #95578285 | © Photographee.eu - Fotolia.com
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